Ich hatte seit 1990 ausschließlich Leasing-Autos unterschiedlichster Hersteller und habe festgestellt, dass zunehmend strenger geschaut wird. War es am Anfang noch ein "Wir kennen Ihr Auto ja" über "Dann laufen wir doch mal drum herum" gab es zunehmend die Auslagerung an "unabhängige" Gutachter, um - meiner Meinung nach - Diskussionen mit dem Kunden aus dem Weg zu gehen.
Beim letzten Fahrzeug (Ford) ist der "unabhängige"* Gutachter des regionalen TÜV sage und schreibe 8 mal mit diesem "Dellenreflektor" (das ist dieser flache, gestreifte Schirm) über das Fahrzeug gegangen, ob nicht doch noch irgendwo etwas zu finden ist.
Und die Felgen wurden extra mit einem LED-Strahler genauestens auf Macken untersucht.
Ich habe ihn (nach Abschluss des Gutachtens!) gefragt, ob er dazu von Händler auch beauftragt wird, BEVOR das Neufahrzeug ausgeliefert wird.
Obwohl ich mir vorher ziemlich sicher war, dass keine Beschädigungen vorhanden sind, wurde mir im Verlauf der Begutachtung immer mulmiger, denn soooo genau hatte sogar ich trotz meiner diesbezüglichen Pingeligkeit nicht geschaut. (Man ganz abgesehen davon, dass ich auch keinen solchen Dellenreflektor besitze!)
Erfreulicherweise ist es am Ende doch ohne Nachzahlung ausgegangen, weil trotz aller Bemühungen des netten Herrn nichts zu finden war.
*unabhängig : Wenn bei der Terminabsprache schon der Satz fällt "Das macht unser Herr Soundso vom TÜV XY" und das Auto bei der Rückgabe auch bei diesem verbleibt, ohne dass man mit einem Mitarbeiter des Autohauses gesprochen hat ;geschweige denn das Fahrzeug an einen solchen übergeben hat ....